
"Konzessionsvergabe der lokalen Stromnetze", zu diesem Thema referierte am 7.März
die Elektroingenieurin Wibke Brems (MdL) bei uns in Hiddenhausen.
Wie die lokalen Medien bereits berichteten, gibt es erste Gespräche zur Bildung eines neuen
"kleinen EMRs". Die komplexen Fragen zu Ausschreibung und Bildung von Beteiligungs-
modellen bedürfen einer mehrjährigen Vorbereitungszeit. Diese hat in Hiddenhausen
bereits begonnen, da hier der Vertrag in 2013 ausläuft.
"Mittel- und langfristiges Ziel", so die Landtagsabgeordnete Wibke Brems," könnte der Aufbau
der gesamten Wertschöpfungspalette zur Stromversorgung mit Produkion, Vertrieb und
Netzbetrieb sein. Genügend Gemeinden haben dieses bereits vorgemacht, nicht nur
die "Stromrebellen" in Schönau."
Die Vorteile einer direkten oder indirekten Beteiligung der Gemeinden über kommunale
Stadtwerke liegen auf der Hand. Mosaiksteine im Entscheidungspuzzle können der Verbleib
der Gewerbesteuer vor Ort, die Auftragsvergabe an lokale Firmen und der Erhalt von Aus-
bildungs- und Arbeitsplätzen in der lokalen Region sein.
Die wirtschaftlichen Risiken sind genau zu untersuchen. Wesentlicher Bestandteil dieser
Risikoanlayse ist die Einigung mit dem aktuellen Netzbetreiber über Zustand und Wert
des Netzes.
"Die GRÜNEN verbinden damit das Ziel kommunaler Klimaschutzmodelle", sagte unser
Fraktionsvorsitzender Friedhelm Franke. Auf lokaler Ebene CO2-Einsparungen zu erzielen
ist möglich. Dabei spielen die erneuerbaren Energien , der Ausbau der Leitungsnetze und
intelligente Steuerungen eine zukünftig zentrale Rolle. "Diese Ziele müssen allerdings von
Beginn an bei Verbundslösungen vertraglich vereinbart werden", so Franke weiter.
Die Übernahme der Netze durch die Gemeinden im Verbund mit lokalen Stadtwerken
ist ein angemessenes Mittel zur Begrenzung der Marktmacht des bestehenden Strom-
kartells in Deutschland. Die Stromriesen sorgen für steigende Preise bei uns Kunden,
bei sinkenden Preisen an der Leipziger Strombörse - davon sind nicht nur wir GRÜNEN
aus Hiddenhausen überzeugt.
