Krüger  will  sich  zum  Schweinestall  enthalten

Hiddenhauser Grünen-Ratsherr gibt Stellungnahme ab ...
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Hiddenhausen (HK).
Zur Schweinemastanlage des Landwirt Dirk Meinen in Schweicheln (HK, 3.Juni), über die am Montag im Gemeindeentwicklungsausschuss beraten wird, nimmt Hans-Joachim Krüger, Mitglied der Grünen in Hiddenhausen, Stellung.

„Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust", sagt der Ratsherr. Einerseits habe Landwirt Meinen das berechtigte privilegierte Interesse, seine Schweinemastanlage zu einem wirtschaftlichen rentablen Betrieb auszubauen. Andererseits seien da die Anwohner der angrenzenden Siedlung und der Betreiber des Freihofs mit seinen Gästen, die berechtigte Angst vor Geruchsbelästigung hätten. „Die Ausdünstungen der Tiere und der Gülle werden an warmen Sommertagen ungefiltert an die Umgebung abgegeben und je nach Windrichtung in die Nachbargärten verteilt.
Ich möchte persönlich nicht in der Haut der Betroffenen stecken", äußert sich Krüger. Was könne man also tun?
Da gebe es den eher pragmatischen Ansatz, den Stall an einer vermeintlich günstigeren Stelle anzusiedeln. „Das ist aber zu kurz gedacht und auch nur eine Scheinlösung", sagt der Grünen-Politiker. „Wer sagt denn, dass der Landwirt auf dem alternativen Standort eine Genehmigung bekommt."
Die sieben Meter hohen Silotürme würden schon bei dem genehmigten Projekt nicht in die Landschaft passen. „Was ist mit zusätzlichen Kosten für die Erschließung der Zuwegung? Wer soll diese tragen?" fragt Krüger weiter. Der Landwirt werde dazu nicht bereit sein.
„Die Anwohner wollen für die zusätzlichen Kosten wahrscheinlich auch nicht aufkommen.

"Die Gemeinde Hiddenhausen sei schon jetzt viel zu hoch verschuldet. Die Ausschussmitglieder könnten nichts tun. „Wir dürfen aus rechtlichen Gründen nicht ablehnen. Am
liebsten sähe man natürlich unsere Zustimmung, damit man hinterher sagen kann, ihr wart doch auch dafür", so Krüger. Er stellt klar: „Ich werde mich aus diesen Gründen enthalten."
Zudem fragt er weiter, wie eine solche Situation zukünftig vermieden werden könne. „Ich denke, dass das Emissionsschutzgesetz nachgebessert werden muss", schlussfolgert er.Schweinemastanlagen, auch die bis 1500 Einheiten, gehören nicht in die deutschlandweit am dichtesten besiedelten Gebiete (846 Bürger pro qkm) und schon gar nicht in die Nachbarschaft von Wohnsiedlungen. „Zudem müssen wir darüber nachdenken, ob die Privilegien der Landwirte in diese Form aufrecht erhalten werden können",so Krüger.
Gänzlich ohne Beeinträchtigung von Emissionen könne heute allerdings kaum noch
jemand leben.

 

Quellenhinweis :   Herforder-Kreisblatt, Ausgabe vom 26.06.2010, Lokalteil Hiddenhausen

 

 

 

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